LowVision Stiftung

Foto von der Stiftung Die LowVision-Stiftung wurde im September 2000 gegründet und hat ihre Geschäftsräume in Würzburg.

Der Begriff LowVision beinhaltet alle Maßnahmen der Diagnostik, Therapie und Rehabilitation die nötig sind, Menschen mit einem eingeschränkten Sehen frühzeitig aufzuklären und ihnen eine gezielte Unterstützung anzubieten.

Durch die sich wandelnden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen nehmen die Anforderungen an das Sehen immer stärker zu. Der Informationsfluß wird schneller und ist hauptsächlich visuell ausgerichtet, sodaß ein "normal" sehendes Auge Mühe hat, dieser Entwicklung zu folgen. Wie soll ein Mensch mit einer Sehbehinderung seine Umwelt bewältigen?

Die Stiftung nimmt sich eines Problemfeldes der Bevölkerung an, das in den letzten Jahren größer und dringender geworden ist. Die Zahl der Menschen mit einer Sehbehinderung, die trotz einer Brille z.B. nicht mehr lesen und Autofahren können, ist inzwischen auf eine geschätzte Zahl von 500.000 Menschen in Deutschland angewachsen, die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen.
Nach neuesten Studien werden infolge der wachsenden Altersstruktur Sehbehinderungen stark zunehmen. Der Begriff Sehbehinderung ist medizinisch und juristisch definiert. Es sind die Menschen angesprochen, deren Sehkraft mit optimaler Brillenkorrektur 2% bis 30% beträgt.

In Kooperation mit den verschiedenen Fachdisziplinen kann dieser Patientengruppe in der Form geholfen werden, daß ein selbständiges Lesen einer Zeitung wieder möglich wird, Fernsehbilder wieder aufgenommen werden können und die Patienten in die Lage versetzt werden , selbständig den Haushalt zu führen und ohne Hilfsperson öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen.
Die Erfahrung zeigt, daß Menschen mit einer Sehschädigung bislang flächendeckend noch nicht genügend versorgt werden und Möglichkeiten, die andere Fachdienste anbieten nicht ausreichend bekannt sind. Trotz verstärkter regionaler und überregionaler Öffentlichkeitsarbeit wird dieser Personenkreis von der Gesellschaft immer noch wenig ernst und wahrgenommen, denn eine Sehbehinderung ist auf den ersten Blick nicht unbedingt erkennbar und führt aus diesem Grund oft zu Mißverständnissen.

Erfahrungen und bereits bestehende Kontakte der Selbsthilfegruppen und- verbände, der verschiedenen Berufsgruppen, der Medizin und Industrie sollen in die Arbeit der LowVision-Stiftung einfließen mit der Maßgabe an die Verantwortlichen heranzutreten. Dazu gehören Bundesbehörden wie das Gesundheitsministerium, die medizinischen Dienste, VertreterInnen der Spitzenverbände der Krankenkassen und diejenigen Kostenträger, die für die sehbehindertengerechten Maßnahmen (=Rehabilitation) zuständig sind.
Um zu vermeiden, daß Menschen mit einer Sehbehinderung erst einen langen Umweg gehen müssen um adäquate Unterstützung zu erhalten, ist die fachliche und informelle Integration aller Beteiligten nötig.

Um den Anforderungen und Bedürfnissen sehbehinderter Menschen jeden Alters gerecht zu werden hat sich die LowVision-Stiftung folgende Aufgaben zum Ziel gesetzt:

- Förderung und Zusammenarbeit mit den verschiedenen Berufsgruppen und Institutionen
- Durchführung von Fachtagungen, Fortbildungen, Seminaren und Kongressen
- Öffentlichkeitsarbeit
- Herausgabe von Fachmagazinen mit interdisziplinärem Charakter
- Bereitstellung von Informationen im Internet
- Globale Zusammenarbeit mit bereits bestehenden LowVision Zentren
- Die Stiftung ist kein Beratungszentrum für eine direkte Versorgung.

Lesen Sie hier die Satzung der LowVision-Stiftung gGmbH mit Sitz in Würzburg/Ufr.

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