LowVision-Kongress 2011

Nachlese zum Kongress

Zunächst möchten wir uns bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, Referentinnen und Referenten, Sponsoren, Industrieausstellern und Gästen für das gute Gelingen des Interdisziplinären LowVision-Kongresses in Essen am 7. und 8. Oktober 2011 bedanken.

Die berufsgruppenspezifischen und fachübergreifenden Vorträge und Workshops waren sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene auf einem hohen Niveau. Die erstmalig stattgefundenen kontroversen Diskussionen zeigten Schnittstellenproblematiken und Spannungsfelder der verschiedenen Disziplinen auf. Im Ergebnis wurden Gemeinsamkeiten in der Sache aufgearbeitet und zukünftige Perspektiven für ein stärkeres Miteinander diskutiert.

Um Menschen mit einer Sehschädigung adäquat beraten zu können nimmt die Vernetzung der verschiedenen Berufsgruppen einen immer stärkeren Stellenwert ein. Die Fachdisziplinen waren sich einig, dass durch eine regionale Netzwerkgestaltung aller am Patientenpfad beteiligten Fachgruppen und Selbsthilfeverbände eine optimale und individuelle Versorgung für die betroffenen Menschen realisierbar wird.

Im Abschlussreferat von Herrn Prof. Meffert wurden einzelne Gestaltungsaspekte der medizisch-sozialen Netzwerke veranschaulicht. Durch die Bündelung von Kompetenzen sollen Synergien genutzt und gleichzeitig die Versorgung der Patienten verbessert werden.
Das anschließende Rapidfire, einer Talkshow mit unterschiedlich regionalen Netzwerkpartnern zeigte deutlich auf, dass die Gestaltung von Netzwerken in den Regionen sehr unterschiedlich verläuft und jeweils von den Akteuren abhängig ist. Hier besteht noch ein hoher Handlungsbedarf, diese zu koordinieren und mittel- bis langfristig zu unterstützen.

Diese Aufgabe wird sich in Zukunft die LowVision-Stiftung mit ihren Partnern stellen, ist der Aufbau von Netzwerken mit entsprechender Qualität eines der Hauptanliegen und Ziele der Stiftung.

Sabine Kampmann
GF LowVision-Stiftung gGmbH

Fachbeiträge:

  • Markus Sutter: »Low Vision Assessment bei AMD« (PDF, 1.4 MB → herunterladen)
  • Franz-Josef Esch, Katharina Metzler, Prof. Frank Oswald: »Entwicklung und Evaluation eines Interventionskonzepts zur Beratung und Begleitung älterer Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit – Hypothesen und Erfahrungen nach 18 Monaten Projektlaufzeit« (PDF, 1.4 MB → herunterladen)
  • Sabine Lauber: »EVAL-LPF: Evaluation des Konzeptes und der Wirksamkeit des Unterrichts in Lebenspraktischen Fähigkeiten« (PDF, 1 MB → herunterladen)

Bilder zum LowVision-Kongress:

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